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Willkommen auf der Homepage des Vereins Second@s Plus Schweiz

Wir setzen uns für eine aktive Migrations- und Gleichstellungspolitik ein!
Von der Defensive zur Offensive. 

Machen wir uns keine Illusionen: Für die Anliegen der MigrantInnen wird es nie eine Hochkonjunktur geben. Es ist demnach sinnlos auf bessere Zeiten zu warten. Ständig nur auf die Hetze der Rechten reagieren, ist höchst kontraproduktiv. Jetzt müssen wir den Takt angeben, sich aktiv als MigrantIn für die Anliegen der MigrantInnen einsetzen. Dazu braucht es Vorstösse in den Räten und Diskussionen an der Basis. Kurzum es braucht den politischen Willen, auch in 'schlechten' Zeiten zu den MigrantInnen zu stehen, und das Bewusstsein, dass Migrationspolitik keine Randgruppenpolitik ist. Wir haben einen beträchtlichen Leistungsausweis. Was wäre die Schweiz ohne Migrantinnen und Migranten? Ohne ihr Wissen, ihre Kulturen, ihre Arbeit, ihre Steuern, ihre Zahlungen an die Sozialleistungen?

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Aktuell

Generalversammlung 17. Mai 2014

Migrantische Geschichte der Schweiz Teil II:"Chronik der Überfremdung"
Gast: Francesco Micieli

Datum: Samstag, 17. Mai 2014
Zeit: 14.15h - 16.45h
Ort: Casa d'Italia | Bühlstrasse 57, Bern

Zu Gast haben wir den Schweizer Schriftsteller Francesco Micieli. Er wird uns aus seinem Buch "Schwazzenbach. Schlaflos in Lützelflüh" lesen und uns damit einen Einblick in die politischen Abgründe der Vergangenheit geben. Die Erzählung bezieht sich auf die Eidgenössische Volksinitiative "gegen die Ueberfremdung und Ueberbevölkerung der Schweiz" ("Schwarzenbach-Initiative") aus dem Jahre 1970, welche mit einer beispiellosen rechtspopulistischen Kampagne gegen italienische Gastarbeiter geführt wurde. Angesichts der neusten politischen Ereignisse ist seine Erzählung wieder aktueller denn je!

PROGRAMM

14.00h    "Türöffnung"


14.15h    Statutarischer Teil

15.00h   
Lesung von Francesco Micieli aus "Schwazzenbach"

15.30h
    Offene Diskussion

16.00h   
Apéro


ANREISE
Am Bahnhof Bern Westausgang "Welle"  und dort den 12er Bus Richtung "Länggasse" nehmen (gleicher Bus fährt auch auf dem Bahnhofplatz). Zwei Stationen fahren bis "Mittelstrasse", dort findet man das Casa d'Italia gleich um die Ecke (Karte). Alternativ: vom Westausgang 10min zu Fuss.

  

01.03.2014

Für eine kosmopolitische Schweiz 2.0. Gegen den eidgenössischen Alptraum!

Lassen wir uns nicht täuschen. Am 9. Februar wurde nicht nur eine Initiative zur Kontingentierung von zukünftiger Einwande­rung angenommen. Es wurde nicht nur über das Schicksal von Menschen abgestimmt, die sich noch nicht in der Schweiz befinden. Die Abstimmung war vor allem auch ein Zeichen an die eigene Bevölkerung. Am 9. Februar wurde der Hälfte der Bevölke­rung in der Schweiz, uns Menschen mit «Migrationsvorder- und hintergrund» abermals zu verstehen gegeben, dass wir weniger zählen als die vermeintlich richtigen «Eidgenossen», die sich als legitime Träger des sogenannten Volkswillens inszenieren dürfen. Unsere Sorge gilt daher weniger den nationalökonomischen Kosten der Abstimmung als den soziokulturellen Folgen für die schweizerische Gesellschaft. Die Entwicklung hin zu einer nach Herkunft, Name und Aussehen segregierten Schweiz hat am 9. Februar, nach der Minarett- und der Ausschaffungsinitiative, einen weiteren traurigen Höhepunkt erreicht.

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11.02.2014

AusländerIn? Nein danke.

Man kann das Resultat der Abschottungsinitiative drehen und wenden wie man will - die Mehrheit der Stimmberechtigten gibt eine klare Message: AusländerInnen sind unerwünscht in diesem Land. Auch die Secondas und Secondos bekommen eine Faust ins Gesicht: sie sind nun definitiv weniger Wert in der Schweiz.

Die SVP hat es mit ihrer Initiative geschafft, ein bewährtes Modell abzuschaffen und die Secondas und Secondos in diesem Land auszugrenzen. Für uns ist klar: Lösungen bietet diese Initiative keine, sondern schafft neue Probleme.

Hand aufs Herz: In dieser Initiative ging es weder um volle Züge noch um hohe Mieten. Man wollte den AusländerInnen klar machen, dass sie nicht willkommen sind. Fakt ist, dass neu Secondas und Secondos ohne Schweizer Pass auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert werden. Aus dem Inländervorrang wird nämlich ein Schweizer Vorrang, womit in der Schweiz eine Zweiklassengesellschaft entsteht. Second@s Plus fragt sich: Was kommt als nächstes?

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20.01.2014

Second@s Plus sind konsterniert und planen Referendum gegen ein verschärftes Bürgerrechtsgesetz

Vergangenen Samstag hat die Basis von Second@s Plus an der Delegiertenversammlung des Dachverbands dem Zentralvorstand den Rücken gestärkt: Sollte das Differenzbereinigungs- verfahren zwischen den beiden Parlamentskammern in den von Second@s Plus Schweiz kritisierten Verschärfungen resultieren, wird der Verein das Referendum ergreifen. Der Entscheid fiel einstimmig.


Gegen dreissig VertreterInnen aus den verschiedenen Kantonalsektionen trafen sich vergangenen Samstag im Haus der Kulturen in Zürich, um über diesen wichtigen Entscheid zu diskutieren. Vor den offiziellen Traktanden hielt der Historiker und Rapper Goran Vulović (alias Milchmaa) einen Einstiegsvortrag zur Geschichte der Migration in der Schweiz, in dem er die grosse Bedeutung von Migrantinnen und Migranten für die historische Entwicklung der Schweiz aufgezeigte. Nicht weniger aussagekräftig war im Anschluss die Diskussion über die Hintergründe seines HipHop-Albums “-ić“, in welchem er eine persönlichere Perspektive auf die Lebenswelt von Secondas und Secondos in der Schweiz darlegt, auf eine Realität also, die aus der Schweizerischen Gesellschaft längst nicht mehr wegzudenken ist und diese nachhaltig prägt.


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Delegiertenversammlung vom 18. Januar 2014

Titel: "Hey Goran, what's ya imić?"
Gast: MILCHMAA
MИЛХMA
Datum: Samstag, 18. Januar 2014
Zeit: 15h - 17h
Ort: Casa d'Italia/Haus der Kulturen | Erismannstrasse 6, Zürich

Zu Gast haben wir den Bündner Rapper Milchmaa, mit welchem wir über die Hintergründe und die Motivation seines neuen Albums über die "Generation -ić" diskutieren wollen. Vorgängig hält die Sektion Zürich zudem ihre Jahresversammlung (JV) ab.

PROGRAMM

14.00h   
Jahresversammlung Second@s Plus Zürich

15.00h    Inputreferat von Goran Vulović: Geschichte der Migration in der Schweiz

15.45h   
Offizieller Teil der Delegiertenversammlung

16.15h
    "Generation -ić": offene Diskussion mit MИЛХMA

17.00h   
Apéro

Second@s Plus erhoffen sich Kompromissbereitschaft im Zeichen der Generationengerechtigkeit

Die Ankündigung der vorberatenden Sozialpolitischen Kommission (SPK) des Nationalrats in der Differenzbereinigung zum Bürgerrechtsgesetz zu keinem Kompromiss bereit zu sein hört sich an wie eine Drohung. Trotzdem unternimmt Second@s Plus Schweiz einen letzten Versuch die Mitglieder des Nationalrats noch umzustimmen und die Verschärfungen zu verhindern. Schlussendlich treffen sie damit in erster Linie die neu heranwachsende Generation.

Second@s Plus Schweiz verlangt vom Nationalrat gesellschaftliche Realitäten endlich anzuerkennen und sich von einer Politik der Härte zu verabschieden. Auch wenn wir andere Namen tragen sind wir ein Teil dieser Gesellschaft und fordern die entsprechende Anerkennung durch einen fairen Zugang zum Bürgerrecht. Erneut löst die bevorstehende Debatte morgen bei uns grosses Unbehagen aus, auf welches wir nun reagieren und uns zur Sicherheit gleich unsere eigenen Pässe ausgestellt haben:

SECOND@S_PASS.PDF hier downloaden!

  

23.09.2013

Nicht "mehr Demokratie" in Zürich

Erneut blicken wir auf ein fragwürdiges Abstimmungswochenende zurück, insbesondere auf Zürich, wo erneut ein Grundanliegen von Second@s Plus scheiterte. Nicht einmal in der "Metropole" Zürich konnte sich das Anliegen für ein moderat ausgestaltetes AusländerInnenwahl- und Stimmrecht durchsetzen, die kantonale Initiative ist vom Zürcher Souverän deutlich bachab geschickt worden. Nachdenklich stimmen aber vor allem auch die Zeitungskommentare im Nachgang, welche das Ergebnis "bloss" als Bekennung zur schnellen Einbürgerung sehen und zum Sichergehen, dass "Ausländer tatsächlich integriert sind" (Tagesanzeiger online vom 22.09.). Sollte diese Analyse vom Verhalten des Stimmvolks zutreffen, dann wiederspiegelt das Abstimmungsresultat genau die Debatte, welche momentan in den beiden Kammern des nationalen Parlaments geführt wird: ein Kontrollanspruch auf eine "erfolgreiche Integration" ohne sich den Inklusionsgedanken der Demokratie zu vergegenwärtigen. Ein kleiner Lichtblick ist wenigstens der Wahlkreis 4 und 5 von Zürich, wo viele MigrantInnen leben und in welchem mit 56% Ja-Stimmen das Anliegen von einem beträchtlichen Teil der urbanen Bevölkerung durchaus unterstützt wurde. Wir danken an dieser Stelle den aktiven Mitglieder von Second@s Plus Zürich, welche mit viel Engagement diese Initiative getragen haben!

   

20.09.2013

Der Ständerat glättet die Wogen:
nun soll doch noch auf die Jugend gesetzt werden

Wie von Second@s Plus erhofft, korrigiert der Ständerat die heftigsten Verschärfungen des Nationalrats bei der Totalrevision des Bürgerrechtsgesetzes.  Besonders erfreut sind wir darüber, dass die Mindestaufenthaltsdauer bei 8 Jahren liegen und die Jahre zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr doppelt gezählt werden sollen. Allerdings hinterlassen die knappen Abstimmungsresultate und die ausgesprochenen Drohungen im Plenum einen fahlen Beigeschmack, welcher durch das Beibehalten der Voraussetzung einer Aufenthaltsbewilligung akzentuiert wird.

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13.09.2013

Second@s Plus begrüsst den Verzicht der SPK-S auf weitere Verschärfungen im Einbürgerungsverfahren

Im Hinblick auf die kommende Debatte über die Totalrevision des Bürgerrechtsgesetzes ist Second@s Plus zuversichtlich, dass der Ständerat die heftigen Verschärfungen des Nationalrats korrigiert. Vor allem die Streichung der Doppelzählung der Teenagerjahre wäre schlicht eine Katastrophe gewesen. Allerdings hat auch die Sozialpolitische Kommission (SPK) des Ständerats davon abgesehen die Verknüpfung des Aufenthaltsstatus mit dem Erwerb des Bürgerrechts aufzuheben und widerspricht somit ihren eigenen Absichten, eine „erfolgreiche Integration“ in den Mittelpunkt zu stellen.

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28.08.2013

Vom amerikanischen zum "swiss dream"

Bildquelle: socialistworker.co.uk

Heute vor genau 50 Jahren hatte Martin Luther King seine berühmte Rede über ein gleichberechtigtes Amerika gehalten, die mit dem Satz „I have a dream“ in die Geschichte eingegangen ist. Allerdings wusste King bereits damals, dass die Bürgerrechtsbewegung weit mehr brauchte als strukturelle Reformen um ein tief in der Gesellschaft verankertes rassistisches System zu überwinden. Es war dann auch vor allem seine entschiedene Kritik am Vietnamkrieg, welche ihn später zum Staatsfeind Nummer Eins und öffentlichen Zielscheibe gemacht hatte. Für diesen Krieg durften die Afroamerikaner für einmal gleichberechtigt an der Seite von weissen Soldaten kämpfen (und sterben), während sie bei ihrer Rückkehr noch grössere Armut und Ausgrenzung als vorher erwartete. Die Kritik an dieser Kriegspolitik galt bereits als Landesverrat, aber noch weniger durfte sie von einem Schwarzen geäussert werden.

Auch wenn diese Ereignisse nun 50 Jahre zurück und auf der anderen Seite des Atlantiks liegen, die grundlegenden Mechanismen waren und sind dieselben geblieben. Waren es damals die Afroamerikaner im Vietnamkrieg, so sind es in der Schweiz heute Asylsuchende, MigrantInnen, aber auch Secondas und Secondos, welche liebend gerne an der „Front“ – beispielsweise in der Fussballnationalauswahl – eingesetzt werden, und auf der anderen Seite das demokratische Mitspracherecht verweigert wird. Nach den jüngsten Ereignissen im Sommer, wie dem Badiverbot und dem Winfrey-Gate, ist die mediale Debatte über Diskriminierung so aktuell wie noch nie. An diese Ereignisse schliesst sich nun der 16. September an, das Datum an welchem die Totalrevision des Bürgerrechtsgesetz im Ständerat behandelt wird.

>> Eine Replik auf die vergangene und kommende Debatte...

   

01.08.2013

Eine Hymne für alle (revisited)!

Vor genau zwei Jahren griff Second@s Plus die Idee der nationalrätlichen Motion von Mergret Kiener Nellen (2004) auf, welche eine neue zeitgemässe schweizerische Landeshymne verlangte. Deshalb präsentierte Second@s Plus damals in Zusammenarbeit mit der Oriental-Jazz-Band Šuma Čovjek Orkestar eine – nicht Neue – aber mit neuem Gefühl belebte Schweizerhymne. Unserem Aufruf weitere Vorschläge bei uns einzureichen folgte nun dieses Jahr der "Swiss Gospel Choir" (SGC), welcher gleich eine dreiteilige Version der Hymne eingespielt hat (alle drei Versionen findet ihr hier).

SGC Hymne im Jazzblues-Style

Nach wie ist Second@s Plus der Meinung, dass unsere Willensnation sowie über unsere geografische und kulturelle Vielfalt heute mehr zulässt als dies der bestehende Liedtext oder die bestehende Melodie ausdrückt.

Swiss International Psalm revisited

Die Schweiz braucht eine Landeshymne, die sich an dem orientiert, was wir heute sind, mit einem prägnanten Text und Melodie, die wieder zum Allgemeingut unserer multikulturellen Gesellschaft wird. Wir brauchen eine Hymne mit der sich möglichst viele in der Schweiz lebenden Menschen, mit oder ohne Schweizer Pass identifizieren können. Dies geht aber nur, wenn nicht viele aufgrund von Geschlecht, Herkunft oder Religion ausgeschlossen werden.

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31.07.2013

Sektion Zürich

Die Zeit ist reif, mehr Demokratie zu wagen! »mehr-demokratie.ch

Am 22. September 2013 stimmen die Wahlberechtigten im Kanton Zürich über die Volksinitiative für mehr Demokratie ab, die den Gemeinden die Möglichkeit einräumen will, lang ansässigen Ausländerinnen und Ausländern das fakultative Stimm- und Wahlrecht zu erteilen. Pünktlich zum Nationalfeiertag lanciert das Unterstützungskomitee den Abstimmungskampf: Mit einer Kampagne die auffällt – und sowohl zum Nachdenken als auch zum Schmunzeln anregen soll.

»zum Artikel...

   

17.04.2013

Sonderbare Massnahmen einer Sonderdebatte – Asylsuchende unter Generalverdacht.

Noch in der letzten Session hat der Nationalrat Verschärfungen im Einbürgerungsverfahren beschlossen, und bereits heute wieder wollte der Rat erneut ein Zeichen gegen diejenigen Personen richten, welche keine demokratischen Mitbestimmungsrechte haben. In einer „Sonderdebatte“ über das Schengen/Dublin-Abkommen wurden zahlreiche Massnahmen diskutiert um Angehörige aus Drittstaaten präventiv unter Generalverdacht stellen zu können. Second@s Plus sieht sich deshalb in den Befürchtungen bestätigt, dass Grundrechte in unserer Demokratie leider nicht allgemein gültig sind.

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13.03.2013

Second@s Plus ist sprachlos: Nationalrat verweigert der eigenen Jugend die Mitsprache!

Mit der heutigen Debatte hat der Nationalrat den Secondas und Secondas deutlich gezeigt, dass sie als mitbestimmender Teil der Gesellschaft grundsätzlich nicht erwünscht sind. Und das obwohl Eingebürgerte schlussendlich die „echten“ SchweizerInnen darstellen würden, sie haben sich schliesslich als einzige amtlich für das Schweizer Bürgerrecht bekennen müssen. Für Second@s Plus Schweiz zeugen die Abschaffung der Doppelzählung der Aufenthaltszeit im Alter von 10 bis 20 Jahren, sowie die Voraussetzung einer Niederlassung und dem rein materialistisch formulierten Integrationsbegriff davon, sich von den Grundsätzen einer nachhaltigen Integration und damit auch von Realität des Zeitalters der Globalisierung verabschiedet zu haben.

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25.02.2013

Sektion Zürich

Second@s Plus Zürich enttäuscht: Kantonsrat ZH lehnt Initiative für mehr Demokratie ab

Der Zürcher Kantonsrat hat heute nach einer hitzigen Debatte die Volksinitiative für mehr Demokratie abgelehnt. Das Anliegen für ein fakultatives Stimm- und Wahlrecht auf kommunaler Ebene kommt demnach noch dieses Jahr ohne Gegenvorschlag vors Volk. Second@s Plus Zürich sind enttäuscht über diesen Ausgang – zeigen sich aber kämpferisch hinsichtlich des Abstimmungskampfes.

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21.02.2013

Second@s Plus‘ Befürchtungen werden bestätigt: Verschärfungen unter dem Vorwand einer Harmonisierung der Einbürgerungspraxis

Die von der staatspolitischen Kommission des Nationalrates (SPK) vorgelegten Empfehlungen für die Totalrevision des Bürgerrechtsgesetzes bestätigen die schlimmsten Befürchtungen von Second@s Plus Schweiz: Unter dem Vorwand der Harmonisierung der kantonalen Einbürgerungs-Verfahren soll die Einbürgerungspraxis der Kantone verschärft werden. Second@s Plus Schweiz lehnen die Verschärfungen wie die Voraussetzung einer Niederlassung oder die Streichung der doppelten Anrechnung der Aufenthaltszeit im Alter zwischen 10 und 20 vehement ab.

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04.01.2013

Sektion Solothurn

Second@s Plus Solothurn lanciert Volksauftrag für kürzere
Einbürgerungsverfahren

Migrantinnen und Migranten müssen 10 Jahre in der Schweiz und mindestens 6 Jahre im Kanton Solothurn leben, um das Einbürgerungsgesuch einreichen zu können. Im Bürgerrechtsgesetz (§14) wird diese Frist geregelt, bis das ganze Verfahren heute abgeschlossen ist, kann es mehrere Jahre dauern. Somit wird die Mindestdauer des Aufenthalts verlängert. Im Bürgerrechtsgesetz und gemäss Auskunft der zuständigen Abteilung des Volkswirtschaftsdepartements gibt es von Seiten des Kantons keine Vorgaben oder Empfehlung innerhalb welcher Dauer das Einbürgerungsverfahren von Seiten der Behörden abgeschlossen werden muss. Wir sind der Meinung, dass dies nicht zeitgemäss und nicht transparent ist. Aufgrund der heutigen Kommunikationsmittel ist es möglich das Verfahren zu straffen und innerhalb einer maximalen Frist von zwei Jahren bearbeitet zu werden. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass junge Menschen, welche obligatorische und weiterführende Schulen absolviert haben, hier integriert sind und über die sprachlichen Kompetenzen verfügen, ebenfalls mehrere Jahre warten müssen, bis sie Bescheid über ihr Einbürgerungsgesuch erhalten. Der Einbürgerungsprozess soll transparent und klar sein, behördliche Willkür kann somit reduziert werden.

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